Dieses und nächstes Wochenende ist rund um mein Zuhause großes Trara.
Den ganzen Tag hört man quietschende Reifen, Polizeisirenen und klirrendes Glas von Autoaufprällen.
Der Grund: Irgendeine nicht so kleine Produktionsfirma dreht gerade einen Actionfilm in meiner Straße. Das bedeutet, alle Zufahrten sind von 6 Uhr früh bis abends um 8 gesperrt. Kamerawagen, LKWs, Schrottautos und Abschleppwagen säumen die Straßenränder. Menschen mit Walkie-Talkies, Kameras, Equipment, Scheinwerfern, Stativen und was man noch alles so braucht, laufen aufgeregt durch die Gegend.
Also fast ein wenig wie in der Schanze ;-)
Der Nachteil: Manchmal muss man länger warten, bis man auf die Straße gehen kann und die entsprechende Szene abgedreht ist.
Der Vorteil: Ein Cateringservice verteilt ständig Chips, Obst, Kuchen und Getränke ans Wuselvolk. Und weil die Cateringleute Filmmitwirkende und Anwohner anscheinend nicht unterscheiden können, kriegt man immer auch etwas ab! Vielleicht ist das aber auch eine Entschädigung für die Mieter wegen der Unannehmlichkeiten, ich hab keine Ahnung. Mir soll es recht sein!
Ansonsten: Der Alltag ist genau wie in Deutschland. Arbeiten, essen, schlafen, aufstehen, arbeiten. Alles wie immer. Nur das Wetter ist schöner (es ist HEISS!). Dafür ist alles, was mit Organisation zu tun hat, um so schwerer. Ich kann manchmal wirklich nicht glauben, wie langsam Leute arbeiten und sich bewegen. Wie willkürlich einem der eine Beamte das, ein anderer Beamter einem etwas anderes erzählt. Afrika...
Mein Samstagabendprogramm heute: "America´s got talent". Das ist vermutlich das amerikanische Vorbild für "Deutschland sucht das Supertalent". In der Jury der amerikanischen Version sitzen David Hasselhoff, die Frau von Ozzy Osbourne und irgendein Musicalproduzent, den ich nicht kenne.
Heute Nacht schlafe ich zum ersten Mal auf meinem neuen Schlafsofa. Ich bin fast ein wenig aufgeregt ;-)
Gute Nacht!
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